Geographiekurse des Dr.-Frank-Gymnasiums auf Reisen

Am Montag, den 28. November 2011 begann die zweitägige Exkursion der beiden Geographiekurse des Dr.-Frank-Gymnasiums in die sächsische Universitäts- und Bergbaustadt Freiberg. Mit insgesamt 34 Schülern, den beiden Geographielehrerinnen Frau Alsleben und Frau Pruß sowie Herrn Meier, dem Vorsitzenden des Staßfurter Bergmannsvereins, und Herrn Stoya, einem Hobbymineralogen, machten wir uns um 7:30 Uhr auf den Weg.

Gegen 10 Uhr trafen wir im Lehr- und Besucherbergwerk „Reiche Zeche“ in Freiberg ein. Zunächst erwartete uns passende Kleidung (u. a. Gummistiefel, Helm, Geleucht), die wir benötigten um an einer Untertageführung teilzunehmen. Mit einem Förderkorb wurden wir innerhalb von 72 Sekunden 150 Meter tief unter die Erde befördert. Das Bergwerk wird von der Technischen Universität Bergakademie Freiberg zu Ausbildungszwecken genutzt und so konnten wir uns nicht nur mit den Ausfällungen verschiedenster Erze und Mineralien an den Wänden der Stollen, sondern auch mit den Arbeitsbedingungen der Bergleute vor Ort vertraut machen.

Nach der 1 ½-stündigen Führung durch das Bergwerk fuhren wir zur Mensa. Dort hatten wir Zeit um unser Mittagessen einzunehmen und uns unter das Studentenvolk zu mischen. Danach ging es von der Mensa aus zu Fuß weiter zum Schloss Freudenstein. Es beherbergt mit der „terra mineralia“ eine der bedeutendsten, wertvollsten und dauerhaft öffentlich zugänglichen privaten Mineralsammlungen der Welt. Sie wurde im Jahr 2004 der TU Bergakademie Freiberg als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt. In verschiedenen Projekten lernten wir hier viel über den Gesteinskreislauf, insbesondere über Magmatite, Sedimentite und Metamorphite. Anschließend konnten wir selbstständig die „terra mineralia“ mit den über 3 500 Mineralen, Edelsteinen und Meteoriten aus fünf Kontinenten auf drei Etagen erkunden.

Gegen 16 Uhr machten wir uns dann auf den Weg zu unserer Unterkunft. Während der eine Geographiekurs in einer Jugendherberge untergebracht war, fuhren wir, der andere Kurs zum Gästehaus der Universität. Am Abend besuchten wir noch alle den Freiberger Weihnachtsmarkt.

Nachdem wir unser Frühstück eingenommen hatten, machten wir uns am folgenden Tag auf den Weg zur Universität. Dort bekamen wir zunächst zahlreiche Informationen zur ältesten montanwissenschaftlichen Universität der Welt, die angebotenen Studiengänge und über Einschreibemodalitäten. Die Bergakademie hat mehr als 5 400 eingeschriebene Studierende, für die die zahlreichen internationalen Kontakte und Auslandspartnerschaften der Uni sehr von Vorteil sind. Interessant zu wissen ist auch, dass es an der TU Bergakademie Freiberg keinen Numerus Clausus und keine Studiengebühren gibt.

Nach einem Gebäudewechsel bekamen wir in einer Vorlesung, welche durch die Einbeziehung vieler Videoaufnahmen, Fotos und Gesteinsproben sehr anschaulich gestaltet war, Informationen zu Ursachen, Arten und Folgen des Vulkanismus in verschiedenen Regionen der Erde.

Danach hatten wir noch Zeit selbstständig die Stadt zu erkunden und um 14 Uhr machten wir uns auf den Rückweg nach Staßfurt. Die Exkursion war sehr interessant und wir alle haben viele neue Informationen mitgenommen, konnten unser Wissen festigen und anwenden.

Christina Hillebrand